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Pferdeeinstellungsvertrag — Muster zusammenstellen

Box, Futter, Weidegang, Haftung, Kündigung: Stelle dir in vier Schritten einen Einstell-/Pensionsvertrag zusammen — als PDF zum Ausfüllen und Unterschreiben. Jede Klausel ist kurz erklärt.

Unverbindliches Muster für typische Fallkonstellationen — keine Rechtsberatung und kein Ersatz für eine anwaltliche Prüfung im Einzelfall (Stand: Juli 2026).

1Rolle
2Variante
3Bausteine
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Bist du Stallbetreiber/in oder Einsteller/in?

Was ist ein Pferdeeinstellungsvertrag rechtlich?

Der Einstell- oder Pensionsvertrag ist ein typengemischter Vertrag: Miete (Box, § 535 BGB), Verwahrung (Obhut über das Pferd, §§ 688 ff. BGB) und Dienstleistung (Fütterung, Pflege). Der BGH ordnet ihn als einheitlichen Vertrag ein, dessen Recht sich nach dem Schwerpunkt richtet — bei Box plus Versorgung liegt der Schwerpunkt regelmäßig auf der Obhut (BGH, Urteil vom 02.10.2019, XII ZR 8/19). Was im Detail hineingehört, erklärt unser Stallvertrag-Ratgeber.

Haftung: Beweislast liegt beim Stall

Wird das eingestellte Pferd verletzt, muss sich der Stallbetreiber entlasten — sein Verschulden wird bei einer Pflichtverletzung gesetzlich vermutet (§ 280 Abs. 1 Satz 2 BGB). Pauschale Klauseln wie „jede Haftung ausgeschlossen" sind unwirksam: Für Personenschäden und grobes Verschulden kann die Haftung nie ausgeschlossen werden (§ 309 Nr. 7 BGB). Das Muster nutzt deshalb eine gestufte, AGB-feste Haftungsklausel — und erklärt sie.

Kündigungsfrist: was gilt?

Üblich sind vier bis acht Wochen zum Monatsende; eine beiderseitige Acht-Wochen-Frist hat der BGH für Pensionsverträge ausdrücklich gebilligt (XII ZR 8/19). Wichtig ist die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund — etwa bei Zahlungsverzug oder Gefährdung anderer Pferde — und eine klare Regelung für die Abholung des Pferdes zum Vertragsende.

Wer haftet, wenn mein Pferd im Pensionsstall verletzt wird?

Der Stallbetreiber schuldet Obhut. Liegt eine Pflichtverletzung nahe (z. B. defekter Zaun, Fütterungsfehler), wird sein Verschulden gesetzlich vermutet (§ 280 Abs. 1 Satz 2 BGB) — er muss sich entlasten. Pauschale Haftungsausschlüsse im Vertrag sind nach § 309 Nr. 7 BGB weitgehend unwirksam.

Wer zahlt, wenn mein Pferd die Stalleinrichtung oder ein anderes Pferd verletzt?

Grundsätzlich du als Halter — verschuldensunabhängig nach § 833 Satz 1 BGB. Genau deshalb verlangen seriöse Ställe den Nachweis einer Pferdehaftpflicht; das Muster enthält die Nachweis-Klausel mit Versicherer und Vertragsnummer.

Welche Kündigungsfrist ist zulässig?

Marktüblich sind vier bis acht Wochen zum Monatsende. Der BGH hat eine beiderseitige Frist von acht Wochen zum Monatsende in Vertragsbedingungen gebilligt (Urteil vom 02.10.2019, XII ZR 8/19). Die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund bleibt immer möglich.

Darf der Stall mein Pferd behalten, wenn ich nicht zahle?

Das Zurückbehalten eines lebenden Tieres ist rechtlich heikel und tierschutzrechtlich begrenzt — die Versorgung darf nie ausgesetzt werden. Solche Konflikte gehören in anwaltliche Beratung; das Muster verzichtet bewusst auf eine Pfandverwertungs-Klausel.

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